Im Zeitalter der Entspannung, Wellness und Sinnfindung fällt an allen Ecken der Begriff Meditation. Wer sich in der Thematik befindet, weiß natürlich um was es geht, aber gerade wer noch nie damit zu tun hatte findet sich im berühmten böhmischen Wald wieder. Meditation scheint zwar im ersten Moment ein weitläufiger Begriff zu sein, allerdings zeigt sich bei einer näheren Betrachtung, dass sich das Meditieren immer wieder auf einen zentralen Punkt konzentriert: Sich und die eigene Mitte, sowie den Sinn des Lebens finden.
Möchte man die Meditation definieren, dann lässt sich sagen, dass man sich auf eine wesentliche Sache konzentriert, nämlich auf sich selbst. Klarheiten finden, die Seele und den Körper zur Ruhe kommen lassen, Stress abbauen und auch das Steigern der eigenen Lebensqualität sind nur einige der Aspekte, die sich mit der Meditation verbinden und auch umsetzen lassen. Vielfach findet sich die Meditation als Bestandteil eines religiösen Glaubens, so etwa im Buddhismus oder auch Hinduismus, wobei selbst viele westliche Religionen die Meditation, hier dann Andacht, in sich tragen.
In der Durchführung des Meditierens gibt es durchaus Unterschiede. Diese zeigen sich nicht nur in den Körperhaltungen, sondern auch bei der Konzentration auf einen Gegenstand oder Gedanken, sowie verschiedene Mantras. Letztere bezeichnen einen gleich bleibenden Wortlaut und kann mitunter auch ein sich ständig wiederholender, fast gesungener Wortlaut sein. Solch ein Mantra verhilft das Loslösen von ablenkenden Gedanken besser zu unterbinden und festigt somit die Entspannung und das zur Ruhe kommen.
Grundsätzlich beginnt die Meditation mit dem Einnehmen des Asanas, der Körperhaltung. Für Anfänger eignet sich hier der Drachensitz (Vajrasana) am besten. Hierbei setzt man sich mit einem geraden Rücken im Schneidersitz auf den Boden. Wer möchte kann sich für diese Sitzposition auch ein Meditationskissen oder eine Meditationsbank zur Hilfe nehmen, was besonders dann sinnvoll ist, wenn man unter Umständen Schwierigkeiten mit den Knien oder dem Rücken hat. Auch eine sehr gute Asana-Position findet sich in der Savasana (Totenstellung), die flachliegend auf dem Boden ausgeführt wird. Besonders für nervöse Menschen ist diese Asana hervorragend geeignet, da der Körper sich vollkommen entspannen und mit ein bisschen Übung selbst ein leichter Schlaf erzielt werden kann, was durchaus keine Seltenheit ist.
Hat man zuvor sein Ziel der Meditation ebenso wie die Zeitspanne festgelegt, nimmt man sein Asana ein, schließt die Augen und spricht gedanklich sein Mantra. Verliert man dazwischen die stille Konzentration, weil die Gedanken auf Abwege gehen, dann holt man sich mit seinem Mantra wieder zur gedanklichen Ruhe zurück. Nach etwa 20 min des Meditierens hilft es sich mit einem Satz, wie etwa “ich beende nun meine Meditation”, wieder das Bewusstsein für den Alltag zurückzuholen. Ausgeruht, innerlich ruhig und erholt kann man nach der Meditation seinen gewohnten Gang aufnehmen. Körperliche und seelische Beschwerden können mit der Meditation gleichermaßen reduziert oder auch vorgebeugt werden, weshalb es sich lohnt mit dem Meditieren zu beginnen. Hat man erst einmal die anfänglichen Schwierigkeiten des Konzentrierens auf das “nichts” überwunden, dann lässt es sich sogar innerhalb von wenigen Minuten erreichen, sich ruhig und nicht gestresst zu fühlen. Wie sooft gilt deshalb auch bei der Meditation “Übung macht den Meister”.
Weitere Informationen:
Anleitung zur Atemmeditation
Eltern – Vorfahren – Geleitete Meditation
Oshos Raucher – Meditation (zur Entwöhnung)
Meditation – oder wie man mal den Kopf leer bekommt
Sonnengruß und Meditation – Yoga-Reisen nach Thailand und Mauritius
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