Eisprung berechnen – Fruchtbare und unfruchtbare Tage: Info über den weiblichen Zyklus

Feb. 12th 2010 in Allgemeines

Der weibliche Zyklus erscheint nicht nur den meisten Männern fast schon als ein Mysterium, sondern auch viele Frauen, und hier besonders die jüngeren, fragen sich immer wieder wie der eigentlich funktioniert. Nicht zuletzt ist diese Frage deshalb wichtig, weil darin die Tatsache der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage verborgen ist. Und auch diese wiederum gleichzeitig beide Seiten einer Medaille in sich beinhalten: Die Verhütung und der Wunsch nach einem Baby.

Auf die Schnelle erklärt, kann man durchaus als Orientierung den Zyklus des Mondes als Anhaltspunkt nehmen der von Vollmond zu Vollmond rund 28 Tage benötigt. Der gleiche Rhythmus findet sich im Zyklus der Frau, der am ersten Tag der Menstruation beginnt, durchschnittlich 28 Tage umfasst und in unterschiedliche Phasen aufgeteilt ist. So findet sich in dem weiblichen Zyklus die sogenannte erste Zyklushälfte, die als Follikel- oder Reifungsphase der Eibläschen bezeichnet wird. Nach etwa elf bis vierzehn Tagen tritt die Zyklusmitte und folglich die Ovulation, also der Eisprung, auf. Die letzte monatliche Phase wird als zweite Zyklushälfte bezeichnet und enthält die Luteal- oder auch Gelbkörperphase.

In der ersten Phase des Monatszyklus, die noch zu den unfruchtbaren Tagen zählt, reifen bis zu einhundert Follikelbläschen an von denen allerdings nur eines sich zum sprungbereiten Leitfollikel entwickelt. Sind gleichzeitig mehrere Eibläschen “zum Sprung” bereit, werden in der Regel daraus bei einer Befruchtung Mehrlinge. Kurz vor dem Eisprung, der Ovulation, wird das Hormon LH stark angehoben und das Progesteron löst den eigentlichen Eisprung nach einigen wenigen Stunden aus. Lediglich zwölf bis vierundzwanzig Stunden ist die reife Eizelle dann befruchtungsfähig, so dass genau zu diesem Zeitpunkt entweder ein Geschlechtsverkehr vermieden oder eben durchgeführt werden sollte. Allerdings gibt es hier von der Natur noch eine Besonderheit: Der männliche Samen ist bis zu 72 Stunden überlebensfähig, was bedeutet, dass man bei einem nicht vorhandenen Kinderwunsch diese Zeitspanne mit einkalkulieren muss.

Nach dem Eisprung und einer Nichtbefruchtung beginnt die Gelbkörperphase in der auch die Körpertemperatur leicht ansteigt. Das abnehmende Progesteron löst anschließend die Monatsblutung aus. Obwohl bei den meisten Frauen ein Zyklus von 28 Tagen besteht, zeigt sich jedoch, dass auch das Alter, die Einnahme von Medikamenten, der Zustand der Psyche, Erkrankungen oder Störungen im Hormonspiegel und dem Stoffwechsel einen entscheidenden Einfluss auf diesen natürlichen weiblichen Rhythmus ausüben. Dieser Einfluss zeigt sich unter anderem folglich darin, dass der Zyklus nur 21 oder auch 35 Tage umfasst, eine Monatsblutung ausbleibt oder sich über mehr als sieben Tage hinzieht.


Um seinen eigenen Zyklus konkret herauszufinden, sei es um auf natürliche Weise zu verhüten oder um schwanger zu werden, lohnt es sich über mindestens sechs Monate einen Zykluskalender (Eisprungkalender) zu führen. In diesen trägt man dann den Beginn und das Ende der Menstruation ein sowie den Tag an dem man seinen Eisprung spürt, was übrigens besonders häufig bei Frauen vorkommt, die bereits ein Kind geboren haben. Nach einigen Monaten zeigt sich dann in etwa der eigene Monatszyklus und die Zeit des Eisprungs lässt sich gerade als Frau viel besser nachvollziehen.

Dennoch muss ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass eine Verhütung nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch einer Vielzahl von Krankheiten schützt (z.B. HIV, Hepatitis). Die “natürliche Verhütung” mithilfe der Berechnung des Eisprungs schützt hingegen nicht vor diesen Krankheiten und die Gefahr dennoch schwanger zu werden besteht trotzdem. In diesem Falle sollte vorher immer ein zuständiger Arzt zu rate gezogen werden und dieser Artikel dient lediglich zur ersten Information über natürliche Verhütung, Eisprungberechnung und den weiblichen Zyklus.

Mehr Informationen zum Thema:
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