Glutenallergie: Glutenfreien Ernährung bei Glutenunverträglichkeit mit Tipps für Lebensmittel zum Backen und Kochen

Feb. 21st 2010 in Allgemeines

Glutenallergie, was ist das eigentlich, wird sich so manch einer fragen, denn zwar kann man diesen Begriff immer wieder einmal lesen oder auch hören, doch so ganz genau wissen es dann doch die wenigsten. Nun, unter einer Glutenallergie versteht man in erster Linie die Unverträglichkeit gegen ein Klebereiweiß wie es in zahlreichen Nahrungsmitteln auf natürliche Weise vorkommt. Fachlich wird diese Allergie Zöliakie genannt, allerdings wissen ebenfalls die wenigsten, dass dieser Begriff eigentlich dann zutrifft, wenn sich diese Glutenallergie im Kindesalter manifestiert. Zeigt sich die Allergie erst im Erwachsenenalter, wird diese dann Sprue genannt, aber grundsätzlich ist es relativ nebensächlich wie die Intoleranz nun genannt wird, denn die Beschwerden sind bei der Glutenunverträglichkeit in jedem Alter nahezu gleich.

Knapp jeder vierte Einwohner im Land leidet unter den Beschwerden einer Glutenallergie, wobei viele oftmals jahrelang nicht wissen, dass sie überhaupt eine haben. Dabei sollte jeder hellhörig werden der besonders nach dem Verzehr von bestimmten Nahrungsmitteln unter Blähungen, Bauchschmerzen, Völlegefühl, Durchfälle, Übelkeit oder auch Appetitlosigkeit leidet. Bei Säuglingen und Kindern kommt hier zusätzlich noch ein aufgeblähter Bauch hinzu, der sich recht deutlich gegenüber einem dünnen Körper aufzeigt. Aufgrund der negativen Verwertung von bestimmten Lebensmitteln und dem gleichzeitigen Verlust an wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen oder auch Spurenelementen, zeigen sich zudem oftmals eine Blutungsneigung oder auch sonstige gestörte organische Funktionen bei einer Glutenunverträglichkeit auf.

Heilbar ist eine Zöliakie im eigentlichen Sinne nicht, denn der Körper beinhaltet spezielle Antikörper gegen das Klebereiweiß, dass eben angegriffen wird sobald ein Betroffener eine entsprechende Nahrung zu sich genommen hat. Doch auch wenn ein Heilen nicht möglich ist, lässt sich mit einer glutenfreien Ernährung bei einer Glutenunverträglichkeit sehr gut Abhilfe der Symptome erzielen und folglich bessert sich auch der körperliche Zustand. Eine glutenfreie Ernährung lässt sich sowohl beim Backen als auch beim Kochen sehr gut zum Einsatz bringen, zumal inzwischen auch die Ernährungsindustrie zahlreiche Lebensmittel produziert die glutenfrei sind und eine entsprechende Kennzeichnung aufweisen.

Damit man beschwerdefrei leben kann, heißt es erst einmal folgende Nahrungsmittel dauerhaft von der Ernährungsliste zu streichen. Hierunter fallen Weizen, Roggen, Hafer, Gerste und Grünkern (Dinkel) sowie deren Nebenprodukte. Ebenfalls aufpassen sollte man bei vielen Fertiggerichten für deren Herstellung Mehl zum Beispiel als Bindemittel verwendet wird (z. B. Fleischextrakte, Fisch- und Wurstkonserven, Kroketten). Alternativ bieten sich dagegen beim Kochen und Backen im Rahmen einer Zöliakie-Diät Reis-, Mais- oder auch Esskastanienmehl an.

Da zahlreiche Nahrungsmittel Emulgatoren, Stabilisatoren oder auch Bindemittel in sich bergen, sollte man am besten zu den Lebensmittel mit der Kennzeichnung der Glutenfreiheit greifen, die auf der Verpackung eine durchgestrichene Ähre aufzeigen. Hat man erst einmal die “bösen” Nahrungsmittel herausgefunden, dann kann man durchaus ohne Beschwerden sehr gut das Leben genießen.

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