Migräne: Auslöser, Symptome und Behandlung

Jun. 30th 2009 in Allgemeines

Eine Migräne ist alles andere als ein harmloser Kopfschmerz. Rund 10% der Einwohner in Deutschland leiden unter einer Migräne, die zu den neurologischen Erkrankungen zählt und sich durch verschiedene Symptome in unregelmäßigen Abständen äußerst belastend bemerkbar macht.

Unter den Betroffenen finden sich nicht nur Erwachsene, sondern mittlerweile auch immer mehr Kinder und Jugendliche. Welche Auslöser die Migräne konkret hat, ist selbst unter Medizinern immer noch nicht 100% geklärt. Sicher scheint es zumindest zu sein, dass allergische Reaktionen auf bestimmte Lebensmittel, Umweltgifte, ein ungesunder Lebensstil, Schlafmangel oder auch hormonelle Schwankungen und Stress einen deutlichen Einfluss auf die Neigung zur Migräne haben können. Angesichts der verschiedenen Formen einer Migräne, verwundert es deshalb kaum, dass auch die auslösenden Faktoren sich als sehr vielfältig aufweisen.

Die Symptome selbst zeigen sich mit einer Lärm- und Lichtempfindlichkeit, starken Kopfschmerzen, Übelkeit und auch Erbrechen. Rund 20% der Betroffenen erleben im Vorfeld der Migräne eine so genannte Aura. Diese zeigt sich mit visuellen Störungen, Einschränkungen des Sehens und damit auch der Sehschärfe, sowie Störungen des Gleichgewichtes, der Sprache und auch des Geruches. Weitere und sehr oft unterschätzte Vorboten können hingegen Störungen des Verdauungsapparates, eine erhöhte Geräuschempfindlichkeit, häufiges Gähnen und eine bleibende Müdigkeit sein. Eine Migräneaura selbst hält zumeist bis zu 60 Minuten an und hinterlässt im Gehirn keinerlei bleibende Schäden, kann jedoch im Rahmen einer Behandlung von Wichtigkeit sein.

Wobei wir hier bei den Behandlungen einer Migräne angelangt sind. Diese stellen sich als recht komplex dar und sind durchaus von Patient zu Patient unterschiedlich. Abhängig ist die Therapie unter anderem von dem Alter des Betroffenen, dessen persönlichen Lebensumständen und auch die Häufigkeit bzw. die Schwere der Migräneanfälle. Wurde die Diagnose gestellt, dann sollte ein Betroffener nicht nur einfach zu Medikamenten greifen, sondern vielmehr ein Präventions- und Maßnahmenplan ausarbeiten. Dieser kann zunächst die Abklärung möglicher Allergien hinsichtlich bestimmter Nahrungsmittel sein, die Steigerung der täglichen Flüssigkeitszufuhr, der Verzicht auf Alkohol und Nikotin, sowie die Beseitigung von stressenden Faktoren und eine mögliche Neuregelung des Lebensstils.

Begleitend helfen bei der Migräne sowohl konventionelle Methoden als auch solche aus dem Bereich der alternativen Medizin. Die Einnahme homöopathischer Mittel, mehrere Behandlungen mit Akupunktur, eine Schmerztherapie, Aromatherapien oder auch verschiedene Entspannungsmöglichkeiten durch Autogenes Training und Meditation können eine Migräne lindern und vor allem auch einem neuen Anfall vorbeugen. Je nach Ausprägung und Form der Migräne, können entzündungshemmende Medikamente wie Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure oder auch eines der Arzneimittel aus der Gruppe der Triptane verabreicht. Ergänzend sollte man bei einem Migräneanfall für Ruhe sorgen, das Zimmer abdunkeln und mittels Entspannungsmethoden eine Entkrampfung des Körpers zu erreichen versuchen.

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