Rauchen aufhören: Tipps wie Nikotinpflaster, Hypnose und Medikamente oder zu Nebenwirkungen wie die Gewichtszunahme

Mrz. 9th 2010 in Allgemeines

Viele Menschen wünschen sich, mit dem Rauchen aufzuhören, doch nur die wenigsten schaffen es. Nahezu fünfzig Prozent aller Männer und ein Drittel aller Frauen in den westlichen Ländern greifen immer wieder zur Zigarette. Dabei gehen allein in der Bundesrepublik Deutschland pro Jahr ca. 140 Milliarden Zigaretten in Rauch auf. Einer der Inhaltsstoffe der Zigarette ist Nikotin. Dieses Nikotin entstammt der Pflanze nicotina tabacum und ist eine so genannte psychotrope Substanz. Das bedeutet, sie beeinflusst die Signalverarbeitung im Gehirn und macht abhängig. Weitere gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe der Zigarette sind Kohlendioxid und Teer. Durch diese schädlichen Stoffe kommt es im Laufe der Zeit zu unangenehmen Begleiterscheinungen wie dem bekannten Raucherhusten sowie Magen- und Kopfschmerzen. Etwa zwei Drittel aller Raucher leiden an solchen gesundheitlichen Problemen. Im Laufe der Jahre kann es schließlich zu schweren Folgeschäden wie Herzbeschwerden und sogar Lungenkrebs kommen.
Obwohl sieben von zehn Rauchern angeben, dass sie gerne mit dem Rauchen aufhören würden, schaffen es nur die wenigsten von ihnen. Um sich das Rauchen erfolgreich abzugewöhnen, sollte eine Raucherentwöhnung durchgeführt werden, denn ohne Hilfe schaffen es nur etwa fünfzehn Prozent aller Raucher, sich das gefährliche Laster abzugewöhnen. Im Rahmen einer Raucherentwöhnung kommen verschiedene Methoden wie Medikamente mit Nikotinersatzmitteln, Akupunktur, Hypnose oder Verhaltenstherapien zur Anwendung, die mehr oder weniger wirksam sind.
Ein spezielles Medikament, das man einfach einnimmt und dadurch die Abhängigkeit vom Nikotin beendet, gibt es nicht. Im Rahmen einer Raucherentwöhnung kommen aber verschiedene Nikotinersatzmittel zum Einsatz, die die typischen Entzugserscheinungen wie das ständige Verlangen nach einer Zigarette, Angstzustände oder Konzentrationsprobleme lindern sollen. Zu diesen Mitteln gehören Nikotinkaugummis, die wie normale Kaugummis gekaut werden und sich für schwache bis mittlere Raucher eignen, Nikotinlutschtabletten, die bei mittelstarken bis starken Rauchern zum Einsatz kommen oder Nikotinpflaster. Diese speziellen Pflaster klebt man einfach auf die Haut und wechselt sie täglich aus. Für besonders starke Raucher kommen auch Nikotinnasensprays in Frage, die bei starkem Rauchverlangen mit ein bis zwei Sprühstößen eingenommen werden. Im Laufe der Zeit wird die Dosierung schrittweise verringert. Diese Mittel sollten aber nur unterstützend zu einer Verhaltenstherapie zum Einsatz kommen. Eine solche Therapie, bei der die Patienten eine Alternative zum Rauchen finden sollen, gilt als am wirksamsten und wird daher von der Arzneimittelkommission ausdrücklich empfohlen. Die Verhaltenstherapie lässt sich auch in der Gruppe durchführen, was den Vorteil hat, dass sich die Mitglieder, die alle unter demselben Problem leiden, gegenseitig motivieren können, um mit dem Rauchen aufzuhören.
Eine typische Nebenwirkung der Raucherentwöhnung ist die Zunahme von Gewicht. So kann es in der Anfangsphase zu zwei bis fünf Kilo Mehrgewicht kommen, da die Stoffwechselaktivität gesenkt wird. Um eine Gewichtszunahme zu vermeiden, sollte man daher während der Entwöhnung auf ausreichende Bewegung achten und viel trinken. Bei der Anwendung von Nikotinersatzmitteln kann es manchmal zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Juckreiz, Herzrasen oder Magen- und Darmbeschwerden kommen, die aber nur vorübergehend und längst nicht so schädlich wie das Rauchen sind.

Mehr Informationen:
Rauchen = Übergewicht (Rauchende Nachbarn Blog)
Fotostory “Rauchen ist uncool” (Freiheit – nothing left to lose? Blog)
Rauchen – Light nicht gleich gesünder (Gesundheitsblog)
Rauchen kann noch ungesünder sein (Mutantenstadl)
Erfahrungsbericht: Mit dem Rauchen aufhören! (shakwave allerlei-blog)
Erfahrungsbericht: Mit dem Rauchen aufhören – Tag 1 (Die Schreibtischwerkstatt)
Rauchen aufhören mit Firefox?! (schmierfinks geschreibe)

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7 Comments

  1. wellness's Gravatar
    wellness, 19. März 2010:

    Danke für diesen Beitrag. Ich selbst habe such vor einigen Jahren aufgehört zu rauchen. Meiner Meinung nach muss man einfach wirklich aufhören wollen und einen starken Willen haben. Dann klappt das auch relativ stressfrei. Das mit der Gewichtszunahme kann ich jedoch unterstreichen… leider :-P

    Gruß
    T.

  2. Michael's Gravatar
    Michael, 5. Mai 2010:

    Erstmal vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. Auch schließe ich mich voll und ganz dem Kommentar von Wellness an. Der Wille ist entscheidend. Ohne ist es gar nicht möglich das Rauchen aufzugeben.

    In einem Punkt muss ich aber widersprechen. Der letzte Absatz stimmt so nicht. Man nimmt nicht automatisch zu, wenn man mit dem Rauchen aufhört. Das ist ein Irrglaube, der viele Raucher vom Aufhören abhält. Alle glauben sie, dass wenn Sie die Sucht bekämpfen auch dick werden. Ich selbst habe vor mehr als 2 Jahren mit dem Rauchen aufgehört und habe kein Gramm zu genommen.

    Der Grund für die Zunahmen (wenn es überhaupt dazu kommt) liegt mehr in der höheren Nahrungsaufnahme/ Kalorienaufnahme. Da die orale Befriedigung fehlt (Zigarette in Mund, etc.), greifen viele zu Nahrungsmittel jeglicher Art. Kurz gesagt: Sie essen viel mehr als vorher! Das führt zur Gewichtszunahme und nicht das Aufhören!

    Viele Grüße
    Micha

  3. wellnessing's Gravatar
    wellnessing, 17. Juni 2010:

    Ein sehr guter Beitrag. Ich persönlich finde jedoch, dass die persönliche Einstellung einer der wichtigsten Punkte überhaupt ist, um erfolgreich mit dem Rauchen aufhören zu können. Wenn man selbst nicht wirklich aufhören möchte und nicht zu 100% hinter dieser Entscheidung steht, dann helfen auch keine “besonderen” Mittelchen dabei.

    Gruß
    T.

  4. Nichtraucher's Gravatar
    Nichtraucher, 12. Januar 2011:

    Es gab vor einiger Zeit sogar eine Meldung, dass schwere Langzeitraucher nach dem Aufhören ein Risiko für die Bildung von Tumoren entwickelt haben. Allerdings fällt es schwer, zwischen den allg. negativen Folgen des Rauchens und einer Tumorerkrankung die beste Möglichkeit abzuwägen. Nicht immer ist Aufhören die richtige Entscheidung, auch wenn sie nichf alsch sein kann…

  5. Egon's Gravatar
    Egon, 3. April 2011:

    Ein sehr guter Beitrag. Vielen Dank dafür. :)

    Ich bin auch so ein Raucher der gern aufhören würde. Habe schon einiges durchprobiert, aber der Wille ist schwach :-( Und die Hilfsmittel wie Kaugummi oder Pflaster helfen so gut wie gar nicht. Es ist ja nicht nur das Nikotin was fehlt, es ist auch die Gewohnheit. Jede Stunde greift man halt mal zur Zigarette und hat damit gleich eine kleine Pause… von der Arbeit oder was auch immer. Wenn die Zigarette nicht mehr da ist dann … fehlt was. Noch schlimmer am Morgen nach dem aufstehen oder die Zigarette nach dem Essen. Das glaubt kein Nichtraucher wie doof das ist wenn nach dem Essen auf einmal keine mehr geraucht werden kann.

    Ich will es jetzt mit elektronischen Zigaretten versuchen. Erst Nikotin weg und dann langsam die ganze Zigarette. Und wenn es nicht klappt… dann ist es zumindest ein wenig gesünder. Habe gerade erst vor ein paar Tagen davon gehört und es klingt sehr gut. Mal schauen ob das was hilft.

  6. Jens's Gravatar
    Jens, 12. April 2011:

    “Ein spezielles Medikament, das man einfach einnimmt und dadurch die Abhängigkeit vom Nikotin beendet, gibt es nicht.”

    –> Das ist nicht mehr ganz richtig. Mittlerweile gibt es ein Medikament welches genau dass ermöglichen soll. Champix. Allerdings wird sehr häufig über starke Nebenwirkungen berichtet. Man sollte sich deshalb vorher mit dem Arzt des Vertrauens darüber unterhalten und sich sorgfältig informieren.

    Ich habe es übrigens auch ohne Hilfsmittel geschafft, einfach von einen auf den anderen Tag. Ich war aber auch kein besonders starker Raucher.

  7. wohnungen augsburg's Gravatar
    wohnungen augsburg, 7. Januar 2012:

    Die ehemaligen Kasernen- und Wohngebiete der US-amerikanischen Armee (siehe hierzu US-Garnison Deutsche Mozartstadt (umgangssprachlich)), darunter die Reese-Kaserne, besitzen zu dem Abzug der letzten amerikanischen Truppen 1998 ihre von diesen vergebenen Namen behalten.

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