Kaum ein Mensch hat nicht schon einmal unter Verspannungen im Bereich des Nackens gelitten. Besonders Personen, die beruflich viel vor dem Computer sitzen, können unter derartigen Beschwerden leiden. Aber auch andere Fehlhaltungen können diese schmerzhaften Verspannungen auslösen. Ist der Nacken verspannt, spürt der Betroffene einen ziehenden und/oder brennenden Schmerz im Nacken, der sich häufig auch bis zum Kopf hinaufzieht und unangenehme Kopfschmerzen auslöst. Die Nackenmuskeln sind bei einer Verspannung auch verhärtet. Selbst ein Laie kann das Ertasten. Das Drehen des Kopfes nach links und rechts bereitet bei Nackenverspannungen ebenfalls Beschwerden. Viele Menschen nehmen dadurch eine Schonhaltung ein, die die Verspannungen weiter verschlimmert.
Es gibt einige Dinge, die Verspannungen verhindern können. Bestehen jedoch bereits starke Schmerzen im Nacken, so muss zuerst eine Behandlung des akuten Zustandes erfolgen, um dann vorbeugend etwas gegen die Verspannungen zu unternehmen. Schmerzen können natürlich immer mit den unterschiedlichsten Schmerzmitteln therapiert werden. Teilweise sind die Präparate auch freiverkäuflich in der Apotheke erhältlich. Bei schlimmen Schmerzen kann der behandelnde Arzt auch ein Schmerzmittel direkt in die verspannten Muskeln spritzen. Da die Ursache durch die Einnahme oder das Spritzen von Schmerzmitteln nicht behoben wird, ist das nur eine vorübergehende Lösung. Gegen akute Nackenverspannungen hilft in der Regel Wärme. Meist hat man selbst das Bedürfnis, den Nacken warmzuhalten, wenn aufgrund von Verspannungen starke Schmerzen auftreten. Um den Hals sollte dann z.B. ein Tuch oder ein Schal gewickelt werden. Auch die Wärme einer Rotlichtlampe wird als sehr angenehm empfunden und kann helfen, die verspannten Muskeln zu lockern. Ein Vollbad mit einem Kräuterzusatz kann ebenfalls helfen, die Muskeln zu lockern. In der Apotheke gibt es zudem auch spezielle Pflaster, die auf die schmerzende Stelle aufgeklebt werden können und dann die Durchblutung fördern und so Wärme erzeugen. Wer kein Pflaster aufkleben möchte, kann in der Apotheke auch eine Salbe kaufen, die den gleichen Effekt erzielt wie das Pflaster.
Bei akuten Verspannungen kann auch eine Massage helfen, die Muskeln zu lockern. Auch dies behebt jedoch die Ursache nicht.
Besonders wenn die Verspannungen regelmäßig auftreten oder längere Zeit hinweg andauern, kann auch Krankengymnastik hilfreich sein. Bei einem Physiotherapeuten kann man diverse Übungen erlernen, wie man den Verspannungen vorbeugen kann. Diese Übungen müssen jedoch selbständig zu Hause wiederholt werden, um einen Behandlungserfolg zu erzielen!
Auch eine Therapiemethode der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) kann die Schmerzen bei einer Verspannung im Nackenbereich lindern: Die Akupunktur. Bei dieser Therapie werden hauchdünne Nadeln in bestimmte Punkte des Körpers gestochen und regen hier den körpereigenen Energiefluss an. Meist sind hier mehrere Sitzungen notwendig. Die Akupunktur wird von speziell ausgebildeten Ärzten (z.B. Allgemeinarzt, Orthopäde) oder auch von Heilpraktikern durchgeführt und birgt keine Risiken. Zudem ist sie praktisch schmerzfrei.
Wer häufig unter Muskelverspannungen leidet, sollte seine Nackenmuskulatur aufbauen, um so den Verspannungen vorzubeugen. Hilfe zum Aufbau der Nackenmuskulatur erhält man in jedem Fitnessstudio. Ausdauersportarten wie z.B. Schwimmen können auch dazu beitragen, die Nackenmuskulatur aufzubauen. Es genügt dabei jedoch nicht, einmal im Monat ins Schwimmbad zu gehen… Um Muskulatur aufzubauen muss man sich regelmäßig bewegen!
Wer beruflich viel vor dem Computer sitzt, sollte darauf achten, dass der Arbeitsplatz ergonomisch eingerichtet ist. In größeren Firmen gibt es dafür speziell ausgebildete Mitarbeiter, die sich um derartige Dinge kümmern. Bei einem ergonomischen Arbeitsplatz sind sowohl die Höhe des Tisches als auch die Stuhlhöhe auf die Größe des Mitarbeiters abgestimmt. Der Bildschirm wird in einer bestimmten Höhe und einem bestimmten Winkel aufgestellt, so dass Verspannungen dadurch entgegengewirkt wird. Beim Sitzen sollte man auch auf die richtige Haltung achten und sich nicht auf den Tisch „lümmeln“. Menschen mit einer sitzenden Tätigkeit sollten regelmäßig aufstehen und Lockerungsübungen durchführen. Auch die zuvor bei einem Physiotherapeuten erlernten Übungen können dann angewendet werden.
Weitere Informationen:
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