Depressionen: Wirkung, Dosierung und Präparate von Johanniskraut

Jul. 8th 2009 in Heilkräuter

Es gibt Tage, da erscheint einem die Welt als unfreundlich und fast scheint es so als wenn sich die ganze Welt gegen einen verschworen hat. Dunkle Gedanken, eine tiefe Müdigkeit und das Gefühl alles was man tut bringt sowieso nichts, sind typische Symptome, wenn sich solche Tage eng aneinanderhängen und ein Ende dieses Zustandes nicht in Sicht ist. Eine Depression nimmt die oder den Betroffenen regelrecht gefangen, wobei der Prozess von Beginn bis zur fast tödlich endenden Ausprägung zumeist schleichend ist.

Depressionen wurden lange Zeit fast nebensächlich als eine kurzfristige Stimmungsschwankung betrachtet. Doch schon längst ist bekannt, dass sich dahinter weitaus mehr versteckt als nur eine schlechte Laune. Depressionen belasten, denn je nach dem wie stark sie sich bei dem Betroffenen zeigt, wirkt sich der seelische Zustand auf alle Bereiche des Lebens und somit auch auf die Mitmenschen in der näheren Umgebung aus. Spitzt sich der Zustand zu, dann wird meistens mit Psychopharmaka dagegen angegangen, allerdings behandeln diese nur die Symptome, jedoch nicht die Ursache. Nebenwirkungen bleiben nur selten aus und die Wahrscheinlichkeit einer Medikamentenabhängigkeit steigt rapide an. Eine wirksame, bewährte Alternative und sehr alte Hilfe kann hier das Johanniskraut sein.

Das Johanniskraut, benannt nach dem Johanni-Tag am 24. Juni, gehört zu der Pflanzenfamilie der Hartheugewächse, woraus sich auch der wissenschaftliche Name Hypericum perforatum ergibt. Diese typische Pflanze des Mittsommers verfügt über Eigenschaften, die sie mittlerweile auch in der konventionellen Medizin als ein sanftes, weil natürliches Antidepressivum, zu einer wichtigen Medikation gegen Depressionen gemacht haben. Schon das Betrachten der gelben Blüten des Johanniskrauts lässt gedanklich die Sonne auftauchen, die sich dann in den Sommermonaten in dieser Heilpflanze sammelt, um besonders in den dunklen Jahreszeiten das menschliche Gemüt zu erhellen.

Das Johanniskraut wirkt sich äußerst positiv auf das vegetative Nervensystem aus, beruhigt und erhellt vorhandene trübe Gedanken. So verwundert es denn kaum, dass besonders bei Frauen Präparate aus Johanniskraut wirkungsvoll eingesetzt werden können, da nicht nur prämenstruelle Symptome zu einer kurzfristigen Depression führen können, sondern auch das Multitaskingleben der meisten Frauen. Ein bisschen mit dem Baldrian zu vergleichen, wird man bei einer regelmäßigen Einnahme wesentlich ruhiger und gelassener, die Gedanken hellen sich auf und man erhält wieder einen neuen Schwung für die täglichen Anforderungen.

Wie bei den meisten natürlichen Heilmitteln gilt auch bei einer Einnahme von Johanniskraut-Präparaten, dass man etwas Geduld mitbringen muss. Rund drei Wochen dauert es bis sich die Wirkstoffe der Heilpflanze effektiv und somit wirksam zeigen. Diese bestehen aus den ätherischen Ölen der Pflanze, Flavonoide, Gerbstoffe, Hyperforin, Ruthin, sowie Pseudohypercirin und Hypercirin. Für die sanfte Behandlung der Depression kann man neben verschiedenen Kapseln, Tabletten und Tropfen, auch das ätherische Öl und Tee verwenden. Wichtig ist es auf jeden Fall, dass man sich bei anhaltenden schweren Gedanken und einer Antriebslosigkeit zunächst zu einem Arzt oder Heilpraktiker begibt und die Ursache herausfinden lässt, um anschließend eine korrekte und hilfreiche Dosierung des Johanniskrauts festlegen zu können.

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