Japanischer grüner Tee: Die vielfältige Wirkung und Zubereitung von Matcha und Sencha

Jan. 11th 2011 in Heilkräuter

Ruhe, Gelassenheit, Gesundheit. Drei Begriffe, die seit Jahrtausenden mit der Zubereitung und dem Genuss von japanischem Tee in eine enge Verbindung gebracht werden. Zu Recht, denn besieht man sich einmal die traditionelle Herstellung von japanischem Tee, wie etwa Matcha oder Sencha, etwas näher, wird einem sehr schnell klar, warum diese Form des Teetrinkens alles andere als nur ein Durstlöschen beinhaltet.

Bereits seit dem 9. Jahrhundert wird in Japan Tee angebaut und die Kunst der traditionellen Teezubereitung zelebriert. Diese hat absolut nichts mit dem hierzulande simplen Teekochen zutun, das in den meisten Fällen aus einem Aufkochen von Wasser und das Einhängen eines Teebeutels besteht. Selbstverständlich ist Tee an sich schon ein sehr bekömmliches und gesundes Getränk, doch erst die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten von japanischem Matcha- und Senchatee bewirken das Erzielen einer inneren Gelassenheit.

Matcha wird als sehr feingeriebener Grüntee in der Teezeremonie verwendet. Reich an Vitamin E, A, C und B sowie mit den Inhaltsstoffen Karotin und vielen Katechine (die zu den Flavonoiden zählen), gehört diese edle Teesorte zu einer der teuersten und wird ausschließlich in einem langen Herstellungsprozess in Japan hergestellt. Die Zubereitung von Matcha Tee erfolgt sinngemäß mit viel Zeit und Gefühl, weshalb gerade bei der traditionellen japanischen Teezeremonie dieser Grüntee gerne und oft verwendet wird. Mit den richtigen Utensilien kann man den Matchatee selbstverständlich auch in heimischen Gefilden zubereiten. Benötigt wird eine Matcha-Schale in die ein bis zwei Gramm Teepulver sowie 60-100 ml rund 90 Grad heißes, nicht mehr kochendes Wasser gegeben wird. Mit einem Cha-sen, einem kleinen Bambusbesen, wird diese Teemischung schaumig gerührt. Je höher hierbei der Schaum wird, desto besser wird die Zubereitung eingestuft.

Auch der Sencha mit seinem frischen, kräftigen Geschmack zählt zu den Grünteesorten und wird unter anderem in einem bestimmten Verfahren bei rund 280 Grad geröstet. In der Zubereitung unterscheidet sich der Sencha doch etwas von der Matcha-Zubereitung. So werden in der Regel in einer Teekanne acht bis zwölf Gramm Sencha-Teeblätter eingefüllt und diese mit einem Liter etwa 80 Grad heißem Wasser übergossen. Nach rund zwei Minuten ist der Tee bereits trinkbereit und kann nach persönlichem Gusto gesüßt oder pur genossen werden. Diese Form der Teezubereitung unterliegt jedoch Variablen und kann gerade in Japan von Region zu Region deutliche Unterschiede aufweisen.

Allen Teezeremonien ist allerdings eines gemeinsam: Viel Zeit in der Zubereitung und ebenso viel Genuss beim anschließenden Trinken. Wer bislang seinen Tee mit einem Teebeutel zubereitet hat, sollte sich einmal solch einer Zeremonie hingegeben. Untermalt mit leiser Musik und dem Abdunkeln des Zimmers lässt sich durch eine derartige Zeremonie tatsächlich eine sehr angenehme Entspannung herbeirufen. Dass hierbei der Gesundheit noch ein großes Plus ermöglicht wird, ist dann eine weitere, jedoch nicht zu verachtende Beigabe des Teetrinkens.

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1 Comments

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