Homöopathie bei Hund und Katze

Mai. 17th 2009 in Homöopathie

Die Homöopathie im Einsatz für den Menschen und seine Gesundheit wird schon seit annähernd 200 Jahren praktiziert. Im Bereich der Haustiere jedoch hat sich die Homöopathie nur langsam durchgesetzt, wobei nun schon seit einigen Jahren tendenziell auch bei Hund, Katze und Co. die Wirkung der homöopathischen Arzneimittel genutzt wird.

Genau wie beim Menschen gilt auch bei den Tieren das Ähnlichkeitsprinzip, was bedeutet, dass Erkrankungen und Beschwerden mit ähnlichen Mittel behandelt werden. Bei Tieren ist es allerdings ungleich schwerer eine genaue Anamnese durchzuführen, da diese bekanntermaßen keinerlei Auskünfte über ihren gesundheitlichen Zustand und dessen Dysfunktion mündlich mitteilen können. Hier liegt es dann beim Tierbesitzer seinen Hund, seine Katze oder auch das Meerschweinchen und das Pferd genau zu beobachten. Als Hinweise gelten das Futter- und Trinkverhalten, die Form und Farbe des Stuhls, der Zustand der Augen oder auch bei Hunden eine feuchte oder trockene Nase. Bei größeren Tieren wie etwa den Pferden, kann man als Tierbesitzer zudem die Hufe, die Flanken oder auch die Nüstern zur Diagnostizierung mit heranziehen.

Da auch bei den Tieren die homöopathischen Mittel so eingesetzt werden, dass die Selbstheilungskräfte aktiviert werden, gibt es auch bei Hunden, Katzen und allen anderen Haustieren eine Vielzahl an unterschiedlichen homöopathische Arzneimittel, die je nach Gesamtzustand des Tieres ihren Einsatz finden können. Besonders wirkungsvoll zeigen sich Behandlungen bei Verdauungsbeschwerden, Rheuma, Stoffwechselstörungen oder auch Erkrankungen im Nervensystem. Grundsätzlich sind alle homöopathischen Mittel auch bei Tieren zur Anwendung geeignet. Die Potenz bewegt sich je nach Größe, Tierrasse und Beschwerden zwischen D1 und D200 (einmalige Gabe) und die Darreichungsform kann sowohl als Tropfen, Globuli oder auch als Salbe erfolgen. In welcher Dosierung man die Arzneimittel seinem Tier geben soll, erfolgt wiederum aufgrund des Beschwerdebildes und nach Empfehlung des Veterinärs.

Oft kommen beim ersten Kontakt mit homöopathischen Mittel für Hund und Co. Fragen nach der Verabreichung zutage. Hier bewährt es sich die Globuli oder Tropfen direkt auf die Zunge oder auch in die Lefze zugeben. Geht das nicht, weil das Tier sich mit Tatzen und Krallen wehrt, dann gibt es auch die Möglichkeit die Arznei ins Futter oder auf ein Leckerli zu geben. Hier sollte man allerdings die Dosierung etwas erhöhen, da oftmals nicht das komplette Futter aufgenommen wird und somit die Wirkung nicht ausreichend sein kann.

Insgesamt betrachtet ist gerade bei nicht schwerwiegenden Erkrankungen die Homöopathie bei Tieren eine gute Alternative gegenüber der klassischen Medikamentierung aus chemischer Hand. Nebenwirkungen bleiben zumeist außen vor, der Tierkörper wird nicht unnötig belastet und oft zeigt sich auch in finanzieller Hinsicht nur positives, da die Behandlungen zumeist günstiger sind als bei der klassischen Methode.

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