Homöopathische Mittel in der Schwangerschaft gegen Übelkeit & Co

Mai. 11th 2009 in Homöopathie

Die Schwangerschaft einer Frau ist eine der schönsten und aufregendsten Zeiten. Alles unterliegt einer Veränderung, die besonders bei einer Erstschwangerschaft zu manchen Verwirrungen und vor allem auch körperlichen Symptomen führen kann, die eine Frau normalerweise so nicht erlebt. Besonders in den ersten drei bis vier Monaten, also in der Frühschwangerschaft, zeigen sich durch die hormonellen Umschwünge eine beständige Übelkeit und sehr oft auch Erbrechen. Wurde früher noch angenommen, dass es sich bei diesen Beschwerden um Indizien für eine negativ verlaufende Schwangerschaft handelt, weiß man heute, dass eher das Gegenteil der Fall ist und sich damit eine gefestigte Einnistung des Embryos bemerkbar macht.

Die Übelkeit und das Erbrechen kann zudem durch verschiedene Gerüche oder auch bestimmte Zutaten im Essen ausgelöst werden. Mochte man vor der Schwangerschaft furchtbar gerne Kaffee, dann genügt es mitunter diesen nur zu riechen und einem wird schon schlecht. Auch Fisch, Zwiebel, Knoblauch und viele weitere “starke” Lebensmittel und Gerüche lassen bei einer Schwangeren den Magen regelrecht umdrehen. Minimale Maßnahmen können hier schon richtig gut Abhilfe schaffen: Schon vor dem Aufstehen einen Zwieback oder trockenen Toast essen, leichte Mahlzeiten und auch ein Liegen wirken recht gut bei Übelkeit und Erbrechen aufgrund einer Schwangerschaft. Allerdings genügen diese persönlichen Maßnahmen nicht immer, um eine Linderung herbeizuführen. Chemische Medikamente sollte man in der Schwangerschaft möglichst vermeiden um das Baby nicht zu gefährden, allerdings hält gerade die Homöopathie Mittel aus der Natur bereit, die auch in einer Schwangerschaft zum Einsatz kommen können ohne das Nebenwirkungen entstehen.

Grundsätzlich sollte man sich vertrauensvoll an seinen Heilpraktiker oder homöopathisch ausgebildeten Gynäkologen wenden, um das geeignete Mittel auszuwählen. Dieser wird das homöopathische Mittel mit einer sehr niedrigen Potenz von D1 oder D4 empfehlen, wobei auch die Potenzen D6 und D12 eingesetzt werden können. So zeigen sich folgende homöopathische Mittel bei den unterschiedlichsten Schwangerschaftsbeschwerden als sehr hilfreich: Bei einer Schwangerschaftsübelkeit, die aufgrund der Veränderungen im Verdauungssystem entsteht, bewähren sich Carbo animalis und Carbo vegetabilis sehr gut. Neigt man eher zum Erbrechen, dann hat man die Wahl zwischen insgesamt 8 homöopathische Arzneien, wie etwa Apomorphinum hydrochloricum, Carbo vegetabilis, Iris versicolor oder auch Nux vomica. Leidet man als Schwangere überwiegend unter Kopfschmerzen, dann kann Kalium sulfuricum das passende Mittel dagegen sein.

Neben diesen Beschwerden lässt sich zudem während der ganzen Schwangerschaft begleitend und unterstützend wiederum Carbon animalis und vegetabilis, Crocus, Hamamelis virginica und auch Kalium sulfuricum einnehmen. Zu guter Letzt bleiben bei den Schwangerschaftsbeschwerden ohne gravierenden medizinischen Hintergrund noch die Schwangerschaftsstreifen zu nennen. Diese entstehen sowohl durch ein nicht gefestigtes Bindegewebe als auch einer raschen Gewichtszunahme und zeigen sich am Bauch, der Brust, den Oberarmen, der Hüfte oder auch an den Oberschenkeln. So kann man mit einer niedrigen Potenz und Dosierung das Risiko der Entstehung von Schwangerschaftsstreifen etwas reduzieren. Sehr gut eignet sich hierzu das homöopathische Mittel Calcium fluoratum. Doch wie bereits erwähnt, sollte man gerade in der Schwangerschaft keine Experimente mit Arzneien unternehmen und sich lieber dem fachkundigen Rat des Arztes oder Heilpraktikers anvertrauen.

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