Die Neurodermitis gehört zu den so genannten atopischen Hauterkrankungen und tritt besonders im Baby- und Kleinkindalter erstmalig auf. Als eine der ersten Erkennungszeichen gilt hierbei ein lang anhaltender Milchschorf auf dem Kopf und hinter den Ohren der etwa drei bis sechs Monate alten Babys. Stark ausgeprägt zeigt sich dieser leicht bräunliche Schorf dann allerdings ab einem Alter von einem Jahr. Weitere Anzeichen der Neurodermitis bei Kindern sind eine zum Teil extreme trockene und rissige Haut, die allerdings sowohl großflächig als auch nur punktuell auftreten kann. Zu diesen typischen Punkten zählen die Ellenbogen, die Leisten- und Kniekehlen, sowie an den Händen und Füßen.
Woher die Neurodermitis ihre Ursache konkret hat, ist bislang selbst bei den Wissenschaftlern umstritten. Als Auslöser können genetische als auch allergische Ursachen möglich sein, wobei zudem auch seelische Belastungen einen entscheidenden Faktor bei der Neurodermitis-Erkrankung darstellen können. Letzteres lässt sich sehr gut im Verlauf der Krankheit nachvollziehen, da die Schübe gerade bei Stress sehr stark sind. Derzeit ist eine Neurodermitis noch nicht vollständig ausheilbar, doch bei rund 60% der Kinder verschwindet die Neurodermitis innerhalb weniger Jahre und bleibt zumeist dann dauerhaft aus. In der klassischen Schulmedizin kommen zumeist Cortison-Präparate zum Einsatz, die in erster Linie den Juckreiz stillen sollen. Leider haben diese Präparate den großen Nachteil, dass einerseits die Haut mit der Zeit dünner wird und anderseits bei einem Absetzen der Medikamente oftmals noch weitaus stärkere körperliche Reaktionen entstehen können.
In der Homöopathie hingegen gibt es einige sanfte und doch wirksame Arzneimittel, die auch und gerade bei Babys und Kleinkinder zur Anwendung gebracht werden können. Da in der Homöopathie der Mensch als Einheit betrachtet wird, werden allerdings weitere Umstellungen hinsichtlich der Ernährung oder auch Hautpflege durchgeführt. Als homöopathische Mittel eignen sich bei der Neurodermitis Viola Tricolor (Stiefmütterchen), Graphites (Graphit), Sulphur (Schwefel), Sepia (vom Tintenfisch) und Petroleum. Welches dieser Mittel zum Einsatz kommen kann, hängt vor allem von dem Auftreten der Neurodermitis und dem Hautbild ab. Hier hilft die Abklärung mit einem Heilpraktiker, der zudem die richtige Dosierung und auch viele zusätzliche Tipps zur Ernährung und Hautpflege bei dem mit Neurodermitis belasteten Kind geben kann.

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