Homöopathie-Ausbildung

Heilberufe zählen zu den Berufen, die niemals aussterben werden, zumindest solange, wie es Menschen gibt. Dass das Interesse im Zeitalter von Forever Young besonders in den Themen Gesundheit, Medizin und Naturheilkunde liegt, ist mehr als verständlich. Verständlich ist inzwischen auch, dass immer mehr Menschen sich zuerst mit sanften Mitteln der Natur behandeln lassen wollen, was nahelegt, dass gerade Homöopathen einen regen Zulauf erfahren. Die Ausbildung zum Homöopathen obliegt, möchte man nach dem Abschluss in dem Beruf Erwachsene und Kinder behandeln, dass man bereits in einer Form medizinisch bewandert ist. So findet sich als Zugangsvoraussetzung folglich die Bedingung, dass man als Arzt, Heilpraktiker oder zumindest Medizinstudent tätig ist.

Eine Homöopathie Ausbildung umfasst hierbei durchschnittlich drei Jahre, kann allerdings auch in einer kompakten Variante bereits in zwei Jahren mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung abgeschlossen werden. Leicht ist die Ausbildung zum Homöopathen nicht, denn begründet auf den Lehren von Samuel Hahnemann, ist der Ausbildungsinhalt ziemlich umfangreich. Beginnend mit der Einführung in die Homöopathie und deren Grundlagen, erstrecken sich die weiteren Lehrinhalte über Themen, wie beispielsweise Arzneimittellehre- und Prüfung, Similium, Studium der Materie Medica, Reaktionslehre, akute und chronische Erkrankungen, deren Diagnosen und Behandlungen sowie die Miasmenlehre, Homöopathika, Arzneifindung und die richtige Auswahl sowie Dosierung der jeweiligen Potenzen, Polychreste, Hierarchisierung der Symptome und ihre Therapiemöglichkeiten oder auch Potenzauswahl und Behandlungsfehler. Wer nun glaubt das ist viel, wird sich doch wundern wie viel das Lernpensum schlussendlich beinhaltet.

Alle Inhalte der Homöopathie-Ausbildung an dieser Stelle aufzuzählen würde den Rahmen absolut sprengen, denn die Vielfalt der einzelnen Unterrichtseinheiten im Theoretischen und Praktischen ist mehr als umfangreich. So verwundert es auch kaum, dass nicht allzu viele Medizinstudenten oder praktizierende Heilpraktiker und Schulmediziner die Zusatzausbildung zum Homöopathen anstreben. Zeit- und lernintensiv, benötigt man viel Freiraum, um sich jegliche Kenntnisse zum Homöopathen aneignen zu können. Nichtsdestotrotz bietet sich mit der Ausbildung zum Homöopathen ein Berufsweg, der dem Interesse vieler Patienten entspricht, die entweder selbst die sanften Möglichkeiten der Homöopathie für sich selbst oder ihre Kinder zum Einsatz gelangen lassen wollen. Auch wenn die homöopathische Ausbildung nicht leicht zu nennen ist, bietet sie nach den Prüfungen ein langfristiges Ziel, um Erkrankten auf eine natürlich unterstützende Art und Weise helfen zu können.